Ausgabe: 7/2012, Seite 14   -  Nachrichten

SPORTLER

FRÜHER TOD DURCH DOPING

Leistungssportler, die früher Radfahren oder Leicht- beziehungsweise Schwerathletik betrieben haben, werden nicht so alt wie der Schnitt der Bevölkerung. Außerdem sterben sie überdurchschnittlich oft an Herzproblemen, wie Forscher der Universität Gießen um Klaus-Dieter Schlüter herausgefunden haben. Die Wissenschaftler hatten für ihre Studie die Lebensdaten von 54 deutschen Olympiateilnehmern ausgewertet, die zwischen 2000 und 2011 verstorben waren und bei denen die Todesursache bekannt war. Es zeigte sich, dass bei Radfahrern, Leicht- und Schwerathleten der Tod durch kardiale Ursachen mit 63,5 Prozent dominierte. Ihre Lebenserwartung lag im Schnitt bei 70,4 Jahren. In der Gesamtbevölkerung beträgt sie etwa 76,2 Jahre. Als Grund für diese Diskrepanz vermutet Schlüter Doping, das in diesen Sportarten seit Langem weit verbreitet ist.


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