Ausgabe: 5/2012, Seite 12 - Nachrichten

GESICHTSFORM
VERRÄTERISCHE FINGERLÄNGE
Je länger bei Jungen der Ringfinger im Verhältnis zum Zeigefinger ist, desto „robuster“ ist ihr Gesicht – weist also eine niedrigere Stirn und einen breiteren Unterkiefer auf. Diesen Zusammenhang haben Forscher um Katrin Schäfer von der Universität Wien bei vier- bis elfjährigen Jungen nachgewiesen.
Bekannt war bisher, dass vor allem bei Jungen, aber auch bei Mädchen der „2D:4D-Wert“ (D von englisch „digit“, Finger) Auskunft darüber gibt, welcher Menge Testosteron der Fötus in den ersten zwölf Monaten der Schwangerschaft ausgesetzt war. Je länger der Ringfinger im Verhältnis zum Zeigefinger ist, destomehr Testosteron war es, was zu „männlicheren“ Gesichtszügen führt. Allerdings glaubte man, dass bei Jungen dieser Zusammenhang zwar vorgeburtlich festgelegt ist, jedoch erst nach der Pubertät aktiviert wird. Die Ergebnisse zeigen nun, dass diese Ausprägung bereits vor der Pubertät zu erkennen ist.
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