Ausgabe: 1/2010, Seite 9     -  Nachrichten

AUSGEZEICHNET

WAS BLUTGEFÄSSE UND NERVENZELLEN GEMEINSAM HABEN

Die Frankfurter Biologin Amparo Acker-Palmer erhält den Paul-Ehrlich-und-Ludwig- Darmstaedter-Nachwuchspreis 2010. Die 41-Jährige wurde für ihre Forschung über die Entwicklung von Nervenzellen und Blutgefäßen ausgezeichnet. Der Preis ist mit 60 000 Euro dotiert.

Nervenzellen kommunizieren miteinander über Synapsen. Diese Kontaktstellen werden immer wieder neu gebildet und stabilisiert. Eine Schlüsselrolle spielen dabei Ephrine. Ohne diese Moleküle wäre die Bildung und Stabilisierung der Synapsen nicht möglich. Acker-Palmer fand heraus, wie dieser Mechanismus genau funktioniert. Sie entdeckte, dass Ephrine dafür sorgen, dass der „AMPA-Rezeptor“ ins Zellinnere der Synapsen gelangt. Er ist der Hauptüberträger von stimulierenden Signalen im Gehirn.

Als Acker-Palmer ihre Arbeit auf die Entstehung von Blutgefäßen ausweitete, stellte sie Parallelen fest: Auch hier erfüllen Ephrine eine wichtige Funktion im molekularen Übertragungsweg. Speziell die Krebsforschung könnte von diesen Ergebnissen profitieren, denn die Wissenschaftlerin entdeckte auch, dass Ephrine maßgeblich an der Entwicklung und Vernetzung von Blutgefäßen in Tumoren beteiligt sind.


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