Ausgabe: 10/2009, Seite 61   -  Erde & Weltall

BLICK IN DEN HEISSEN SCHLUND

Myonen lassen tief blicken: Die kurzlebigen Elementarteilchen bilden sich in der Erdatmosphäre durch den Aufprall der Kos- mischen Strahlung. Sie durchdringen kilometerdickes Gestein und verraten, wie es in seinem Inneren aussieht – ähnlich wie Röntgenstrahlen helfen, das Körperinnere zu erkunden. Links das „Myonenbild“ des japanischen Vulkans Iwodake: In der Mitte des Vulkanschlots zeichnet sich deutlich ein Bereich mit Magma unterschiedlicher Dichte (blau bis gelb) ab. Hier werden weniger Myonen absorbiert als im dichteren erkalteten Vulkangestein rundherum. Die Illustration rechts zeigt die Interpretation der Wissenschaftler: Das Magma steigt auf, entgast dabei und sinkt verdichtet wieder nach unten.


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